Thorsten Strotmann im Enzkreis Rundschau Interview

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Der Mann für magische Momente in der STROTMANNS Magic Lounge, Europas erfolgreichstem HAUTNAH-Magie-Theater. Was haben Albert Einstein, Sherlock Holmes, Harry Houdini und eine schwäbische Oma gemeinsam? Sie alle sind Vorbilder, Inspiration und teils sogar Lehrmeister für Deutschlands erfolgreichsten Close-up-Illusionisten Thorsten Strotmann. In seinem eigenen Theater spielt er fünf verschiedene Shows „HAUTNAH I“ bis „HAUTNAH IV“ und einen After-Work-Magic-Abend.

Seit 2009 verzaubert der 47-jährige Strotmann mit seinen diversen Programmen die Menschen auf dem Gelände des Cannstatter Römerkastells in Stuttgart. Und jedes Mal wird ein Besuch in der Strotmanns Magic Lounge, einem einzigartigen Close-up-Theater, zu einem unvergesslichen Erlebnis. „Wir haben eine Auslastung von über 90 Prozent und erhalten nicht einen einzigen Euro an Subventionen“, betont Strotmann stolz. Allein das grenzt schon an Zauberei.

Bereits beim Eintritt ins Theater, das sich in einem ehemaligen Fabrikgebäude befindet, wird man schon von dessen besonderer Atmosphäre in den Bann gezogen. Dort, wo früher Fahrzeuge des US-Militärs repariert wurden, besticht schon der Eingangsbereich durch seine stilvollen Silberdekorationen und führt direkt in eine geschmackvoll eingerichtete Lounge, deren glanzvoller Mittelpunkt ein opulenter, antik anmutender Kronleuchter ist. „Bei gedämpftem Licht und dezenter Musik stimmen wir dort die Gäste langsam ein auf das, was sich später hinter dem noch zugezogenen Vorhang abspielen wird“, sagt der sympathische Entertainer, der sich zugleich als Unternehmer versteht. Hinter dem geöffneten Vorhang taucht dann ein Halbrund mit sieben Sitzreihen auf, in dem 180 Zuschauer hautnah Zeuge werden von einem wahren Feuerwerk an Strotmanns raffinierten Kunststücken und bestechender Magie.
Thorsten Strotmann versteht es perfekt, in nur wenigen Augenblicken eine mystische Stimmung aufzubauen, um seine Zuschauer in die Welt des Unfassbaren mitzunehmen. „Hautnah am Geschehen beteiligt sein und das Erlebte doch nicht erklären können“, beschreibt Strotmann die Faszination seiner unvergleichlichen Bühnenshow. Dabei verzichtet der Magier sowohl auf zu viel ablenkende Technik als auch auf eine pompöse Performance mit spektakulären Vorführungen à la David Copperfield. Im Gegenteil, das Programm des Stuttgarter Zauberers besticht vielmehr durch die Intimität des Theaters, das selbst die Zuschauer in der letzten Reihe näher an den Magier heranlässt als die erste Reihe in den üblichen Theatern, und die geheimnisvollen wie unterhaltsamen Darbietungen, die auf wenigen Quadratmetern im Innenraum des Halbrunds stattfinden und im feinen Zusammenspiel wirken mit passender Musik und gezielten Lichteffekten.

Es ist die gekonnte Mischung aus Comedy und Magie, aus Schnelligkeit und Fingerfertigkeit, aus Wortgewandtheit, Esprit, Charme und Witz sowie einer gewissen Lässigkeit, die es Strotmann möglich machen, sein Publikum so derart zu fesseln, dass man noch Tage später erfolglos rätselt, wie er das alles gemacht hat. Entertainment auf höchstem Niveau – verdammt ehrlich und dennoch illusorisch.

Herr Strotmann, Close-up-Magie kommt ganz ohne große Apparate aus. Ist sie gerade deshalb so faszinierend?
Ja sicher. Es handelt sich hierbei um echtes Handwerk. Das wird stets geschätzt und begeistert unsere Zuschauer immer. Die meisten Menschen möchten ja auch viel lieber Livemusik hören, die echt gespielt wird, als Playbacks. Darüber hinaus gibt es aber auch etliche Zutaten, die dem Ganzen einen Showcharakter verleihen. Wir arbeiten beispielsweise zusätzlich mit Musik, Licht und Nebeleffekten. Schließlich möchten wir unserem Publikum ein magisches Gesamterlebnis bieten. Und all das gehört zu einer guten Show einfach dazu. Die Wenigsten haben so etwas in dieser Kombination schon einmal gesehen. Wahrscheinlich ist das auch eines der Erfolgsgeheimnisse – neben ein paar anderen.

Warum kommen die Menschen so gerne immer wieder in Strotmanns Magic Lounge? Was macht sie so unverwechselbar?
Die Menschen, die zu uns kommen, lieben die Nähe der Show zum Publikum. Selbst die letzte Reihe ist in unserem magischen Amphitheater näher dran als bei anderen Shows die erste. Außerdem lieben sie das persönliche Ambiente und die familiäre, haut­nahe Atmosphäre. Klein und fein ist Strotmanns Magic Lounge. Das hat gute Gründe – und großen Erfolg. Das gilt für den Empfang ebenso wie für die Bar und den Service allgemein.

Vier verschiedene Shows – da gibt es für Einsteiger die Qual der Wahl. Was empfehlen Sie? Wie sollte man da vorgehen?
Die Shows sind alle unabhängig voneinander. Jede Show hat ganz andere Geschichten und Effekte und ist einzigartig.

Sie haben den Comedy-Anteil immer weiter ausgebaut. Wie wichtig ist es, dass der Zauberer von heute auch lustig ist?
Ich sehe mich als Entertainer und Zauberer. Bei mir sind es die Geschichten, die kabarettistischen Einlagen und auch der Humor, die sehr wichtig sind. So wird die Show zu einer sehr abwechslungsreichen Unterhaltung. Ich kann es nicht mehr ab, wenn sich Zauberer als ernste, echt gemeinte Mystiker aufspielen,
á la Uri Geller. Und dann noch vorgeben in echt Gedanken zu lesen und dabei anscheinend echte psychologische Prinzipien verwenden. Das ist absoluter Quatsch! Ich liebe es humorvoll, mit einem Augenzwinkern und einem Schalk im Nacken zu unterhalten.

Worauf sind Sie stolz?
Darauf, dass wir es geschafft haben, sogar weltweit das erfolgreichste Close-up-Magie-Theater zu sein. Dass wir ein Kultur-Highlight in der Landeshauptstadt sind und eine Auslastung von etwa 90 Prozent bei über 230 Shows im Jahr haben. Und dass wir dieses Jahr unser zehnjähriges Bestehen feiern konnten. Vor allem aber sind wir auch stolz darauf, dass wir all das komplett aus eigener Kraft erschaffen haben – ohne Unterstützung und Subventionen.