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Written by: Lifestyle

Katja Burkard im Enzkreis Rundschau Interview

Happy Birthday, „Punkt 12“! Deutschlands erfolgreichstes Mittagsmagazin feiert disen Sommer 30-jähriges Jubiläum. Am 1. Juni 1992 ging „Punkt 12“ unter dem Motto „Schnell, frech und informativ“ an den Start. 30 Jahre, 7.527 reguläre Sendungen sowie 213.595 Beiträge später gehört das Mittagsmagazin mit Katja Burkard und Roberta Bieling unlängst zum unverzichtbaren Bestandteil des Tagesablaufes vieler Zuschauer. Im Jubiläumsinterview spricht Katja Burkard über ihre schönsten Erinnerungen und persönlichen Höhepunkte aus 30 Jahren sowie Wünsche für die Zukunft.


„Punkt 12“ prägt seit 30 Jahren das Nachmittagsprogramm bei RTL. Was zeichnet für Sie das Mittagsjournal aus? Und was macht die Sendung auch nach so vielen Jahren immer noch erfolgreich?
Katja Burkard: Punkt 12 ist eine Art ‚Wundertüte‘ – bei uns gibt es alle Themen: Politik, Promis, Verbrauchertipps, Medizin, Kuriositäten, Schicksale, Tiere und interessante Studiogäste. Das klingt einfach, aber in diesen vielen Jahren haben wir ein feines Gespür für den Takt der Sendung entwickelt. Wir schauen uns jeden Tag an, wo wir besser werden können, wo wir unsere Zuschauer noch sinnvoller abholen sollten. Ganz wichtig ist auch unser Team-Spirit. Der ist ungebrochen bei Punkt 12! Wir wollen alle seit vielen Jahren jeden Tag die beste Sendung machen.

Zum ersten Mal als Moderatorin für „Punkt 12“ vor der Kamera waren Sie bereits 1996 zu sehen, ein Jahr später übernahmen Sie die Hauptmoderation – 25 Jahre sind Sie damit das Gesicht der Sendung. Wie viel „Punkt 12“ steckt in Katja Burkard?
Katja Burkard: In mir steckt tatsächlich viel Punkt 12. Das hat schon auch Elemente von Verschmelzung! Ich bin im positiven Sinne immer im Dienst: Weil in Punkt 12 eben alle Themen vorkommen, finde ich die auch im privaten und persönlichen Bereich. Vor ein paar Wochen waren wir beim Tanzschul-Abschlussball unserer 15-jährigen Tochter und als Highlight sind dort Kinder und Jugendliche aus der Ukraine aufgetreten und haben getanzt. Zum Teil waren das schon erfolgreiche Landesmeister. Ich habe sofort die Geschichte gesehen und habe eine Woche später mit ihnen eine Reportage für Punkt 12 gedreht. Ich finde Menschen und ihre Geschichten faszinierend – aus dem Grund bin ich Journalistin geworden und bei einer Sendung gelandet, die dafür viel Raum bietet. Oder ich sehe ungläubig das Wahnsinns-Gewusel in einem Karnevalsgeschäft und dann ist der Laden mit seinen originellen Mitarbeitern kurz darauf bei uns eine Wochenserie.

Aktuelles, Promi-Nachrichten oder Servicethemen –“Punkt 12″ hat die wohl größte Themenvielfalt im deutschen Fernsehen. Was waren in all den Jahren Ihre schönsten Erinnerungen und persönlichen Höhe­punkte?
Katja Burkard: Es gab so unendlich viele Highlights. Im letzten Jahr war es tatsächlich eine Schalte zu meiner 20-jährigen Tochter Marie-Therese, die in Madrid studiert. Wegen Corona hatten wir keinen Reporter dort und dann meinte mein Redaktionsleiter Daniel Mundhenke: Kann deine Tochter das nicht beantworten? Konnte sie und war dann plötzlich mein zugeschalteter Studiogast. Mein Herz hat verrückt gespielt und ich hatte sehr feuchte Augen. Lustig war auch eine Dame am Telefon, die im Gewinnspiel bei uns 1000 Euro und ein Handy gewonnen hat. Die mich aber anpflaumte, was sie denn bitte mit so einem Handy solle. Sie habe schon eins, brauche kein weiteres. Ich konnte sie auch nicht überzeugen, das Gerät doch einfach weiter zu verschenken. Sehr berührt hat mich auch eine Frau, Mutter von kleinen Kindern, die zu Beginn der Pandemie bei mir im Studio saß. Sie hatte ganz am Anfang Covid, lag wochenlang im Koma, hatte schlimmste Komplikationen und hat sich mit sagenhafter Kraft zurück ins Leben gekämpft. In derselben Sendung hatten wir einen Beitrag über Coronaleugner. Promimäßig spielt Udo Lindenberg in meiner Karriere eine tragende Rolle: Er war der erste Promi, den ich je interviewt habe – mit 16 für meine Lokalzeitung im Westerwald! Jahre später kommt ER auf einer Veranstaltung auf mich zu und sagt: ‚Ey Baby, du bist morgens das Erste, was ich sehe!‘ Punkt 12 ist also Frühstücksfernsehen für Spätaufsteher. Und dann habe ich irgendwann ein Porträt über Udo gedreht. Da haben wir sogar eine Liegestütz-Challenge gemacht. Udo mit brennender Zigarre. Und am Ende des Drehs war ich blau von zu viel Eierlikörchen.

Was wünschen Sie sich und der Sendung für die nächsten 30 Jahre?
Katja Burkard: Ich wünsche Punkt 12, dass es immer Menschen hat, die die Zuschauer so gernhaben, wie das in meinem Team seit 30 Jahren der Fall ist. Die Sendung lebt von dieser Leidenschaft und das macht sie anders als andere Magazine.

Last modified: 3. August 2022