Sarah Lombardi im Enzkreis Rundschau Interview

Sarah Lombardi Große Emotionen, spannendes Entertainment und packende Gänsehautmomente –„Das Supertalent“ läuft seit 14. September, 20.15 Uhr wieder bei RTL. Neu dabei als Jurorin ist die beliebte Sängerin, Entertainerin Sarah Lombardi. Die große Samstagabendshow für die ganze Familie lässt die Zuschauer wieder über einzigartige und skurrile Talente staunen. Sarah Lombardi wurde 2011 – damals noch unter ihrem Mädchennamen Sarah Engels -Zweite bei „Deutschland sucht den Superstar“, hinter Pietro Lombardi. Ihr von Dieter Bohlen produzierter Finalsong „Call My Name“ kletterte gleich auf Platz 2 der deutschen Charts und Sarah wurde für den Echo nominiert. Gemeinsam mit Pietro stand sie für mehrere Dokusoaps von RTL 2 vor der Kamera. 2016 nahm Sarah Lombardi bei „Let’s Dance“ teil und wurde Zweite. 2018 erschien Sarahs drittes Album „Zurück zu mir“. 2019 entschied sie das Finale von „Dancing on Ice“ für sich. Im Enzkreis Rundschau Interview spricht sie über ihre neue Aufgabe, die Zusammenarbeit mit Dieter und Bruce und welche Talente ihr besonders gefallen.

Supertalent 2019 und du bist neu dabei. Was reizte dich daran?
Als ich die Anfrage bekommen habe, habe ich mich extrem gefreut. Dieter hat mich angerufen und gefragt, ob ich Lust habe beim Supertalent in der Jury zu sitzen. Da war ich erstmal total überrascht, weil ich bisher immer nur Kandidatin in Shows war. Scheinbar hat sich der lange Weg gelohnt, um es mal auf die andere Seite zu schaffen.

Wie ist es für dich als Jurorin auf einmal auf der anderen Seite zu sitzen?
Es hat mir großen Spaß gemacht und ich hoffe, dass man es mir auch ansieht. Ich habe mir vorgenommen, ehrlich zu sein. Ich glaube, dass Kritik sehr wichtig sein kann, damit die Leute sich weiterentwickeln und besser werden können. Aber natürlich muss man die mit einem gewissen Respekt rüberbringen, weil ich weiß, dass Kritik verletzend sein kann. Ich wollte mein Urteil schon nett verpacken, um niemanden zu verletzen.

Warst du aufgeregt als du deinen neuen Job angetreten bist?
Generell habe ich mich mehr auf die Herausforderung gefreut. Denn ich bin jemand, der es mag, etwas Neues zu lernen, auch um mich selbst besser kennenzulernen. Gerade beim Supertalent ist es so, dass Dieter und Bruce das schon viele Jahre machen und ein eingespieltes Team sind. Da hatte ich natürlich Angst, dass ich meine Rolle nicht richtig finde oder irgendetwas falsch mache. Die zwei haben mich aber sehr gut aufgenommen. Sie haben mir einige Tipps gegeben, vor allem den wichtigen, der lautete: sei einfach du selbst! Den habe ich mir auch zu Herzen genommen und dann hatten wir zu dritt wirklich sehr viel Spaß.

Du bist die einzige in der Jury, die weiß, wie es ist als Kandidatin vor einer Jury zu stehen. Ist das ein Vorteil?
Ob das jetzt ein Vorteil ist, weiß ich nicht. Ich weiß natürlich, wie aufgeregt man ist und was für Gedanken in dem Moment einem Kandidaten durch den Kopf gehen. Ich weiß auch, wie wichtig einem dann dieses Juryurteil ist. Man unterschätzt das vielleicht. Ich weiß noch genau, wie man jedes einzelne Wort der Jury aufsaugt, wie ein Schwamm. Jedes Wort wird auf die Goldwaage gelegt und 300 Mal überlegt, wie das jetzt genau gemeint war.

Welche Talente gefallen dir am besten?
Gesang, weil Gesang sowieso meine größte Leidenschaft ist. Das ist immer das, worauf ich mich am meisten freue, wenn jemand richtig gut singen kann. Aber ich mag auch die Akrobatiknummern. Da war einiges dabei, was ich noch nie gesehen habe, was mich überrascht und begeistert hat. Es gab Talente, bei denen ich emotional total mitgerissen wurde. Und es gab auch Sachen auf der Bühne, bei denen man einfach aus dem Lachen nicht mehr rauskam. Das ist eigentlich das Schöne am Supertalent: Es ist so vielfältig. Es ist einfach alles dabei.

Wie ist dein Verhältnis zu Dieter?
Wir kennen uns sehr viele Jahre und halten sporadisch Kontakt. Man hört sich kurz zu Weihnachten oder zum Geburtstag. Bei Dieter weiß ich, dass ich ihn fragen kann, wenn ich einen Rat brauche. Dann steht er jederzeit zur Verfügung, aber er ist dann auch ehrlich. Man muss sich einfach darauf gefasst machen, dass man mit einer ehrlichen Meinung von ihm rechnen kann. Das ist manchmal genau das, was ich brauche. Denn es bringt mir nichts, wenn mir jemand Honig um den Mund schmiert.
Du bist neben Dieter und Bruce die jüngste in der Jury, ist das ein Problem für dich? Ich saß zwischen den beiden und dachte manchmal, dass wir im Kindergarten sind. Dieter und Bruce sind so verspielt. Das war manchmal unglaublich, wenn die mal mit einem Blödsinn angefangen haben, hörten sie nicht mehr auf. Wir konnten dann eine halbe Stunde nicht mehr weitermachen, weil die dann einfach so einen Spaß hatten, wie zwei kleine Jungs.

Was kannst du denn eigentlich noch außer Singen, tanzen, eislaufen…? Hast du noch versteckte Talente?
Ich weiß nicht, ich habe ja schon vieles ausprobiert im Fernsehen. Wie z.b. auch das Backen. Das konnte ich noch nie und ich wusste gar nicht, dass da so ein kleines Talent in mir schlummert. Und ich bin einfach jemand, der generell Lust auf neue Herausforderungen hat. Ich bin sehr neugierig und erfreue mich daran neue Dinge zu lernen. Was ich überhaupt nicht kann, ist malen.

Kannst du bei deinem Sohn Alessio schon Talente entdecken?
Ja, jede Menge. Er hat viel von Mama und Papa. Dieses Entertainment -Talent hat er auf jeden Fall vom Papa. Er tanzt gerne, er singt gerne. Ich bin gespannt, wo da die Reise hingeht.

Wie wäre das denn, wenn er eines Tages sagt, er möchte auf die Bühne?
Also ich wäre eher nicht so begeistert. Natürlich unterstützt man als Mama sein Kind immer, aber ich glaube, das wäre jetzt nichts, wo ich in die Luft springen würde.

Hast du dir bei Pietro, der ja bei DSDS in der Jury sitzt Tipps geholt?
Nein. Es sind zwei verschiedene Formate, auch wenn wir beim Supertalent Sänger dabeihaben. Ich glaube, der Jurorenjob ist nichts, worauf man sich vorbereiten kann. Man sollte man selbst sein und man darf sich nicht verstellen. Nicht zu viel überlegen, sondern einfach das bewerten, was man empfindet und dann versuchen, den Talenten ein paar Tipps mit auf den Weg zu geben.