Roland Trettl im Enzkreis Rundschau Interview

Für die neue VOX-Dating-Doku „First Dates – Ein Tisch für zwei“ begab sich Gastronom, Koch und Weltenbummler Roland Trettl auf eine neue Mission: In seinem besonderen Restaurant begrüßt er Singles aus ganz Deutschland. Hier können sie einen möglichen Partner zum ersten Mal bei einem Dinner kennenlernen. Egal wie alt sie sind, welchen Beruf sie ausüben oder woher sie kommen – alle sind im Restaurant willkommen. Doch die Paarungen der Dates sind kein Zufall, sondern vorab sorgfältig anhand von Vorlieben und Abneigungen der Alleinstehenden ausgewählt. Dennoch können natürlich nur die Singles selbst herausfinden, ob sie ihr Gegenüber interessant finden. Während sich die Paare in ungestörter Atmosphäre unterhalten, erleben die Zuschauer jede Reaktion, jeden Blick und jede Bewegung hautnah mit – bis die Singles am Ende entscheiden: Möchten sie ein zweites Date oder trennen sich ihre Wege?

Das Team der neuen Sendung „First Dates“: Die Kellnerinnen Lili Köhler und Mariella D’Auria, Host Roland Trettl und Barkeeper Nic Shanker. Fotos: MG RTL D / Stefan Gregorowius

Herr Trettl, nach der Teilnahme bei „Kitchen Impossible“ sieht man Sie nun seit dem Frühjahr in dem neuen VOX-Format „First Dates – Ein Tisch für zwei“ in einer neuen Funktion. Wie ist es dazu gekommen?
Als ich die Anfrage bekommen habe, als Gastgeber bei „First Dates – Ein Tisch für zwei“ mitzumachen, war ich am Anfang sehr überrascht. Ich habe mich aber auch gefreut, dass man mir diese Aufgabe zutraut. Dann habe ich überlegt, ob dieser Job zu mir passt, ob ich ihn authentisch ausfüllen kann und er mir Spaß macht. Außerdem habe ich mir die britische, spanische und australische Version von „First Dates – Ein Tisch für zwei“ angesehen. Ich war mir dann ziemlich schnell sicher, dass ich zu dieser Sendung passe und habe zugesagt.

Was ist Ihrer Meinung nach das Besondere an diesem Format?
Das Besondere sind die Menschen. Sie sind einerseits grundverschieden – und andererseits dann doch alle gleich, denn sie sind alle alleine und suchen wirklich einen Partner. Sie zu beobachten, ihre Vergangenheit und ihre Wünsche zu erfahren, ist einfach spannend.

In der Dating-Doku treffen sich Singles, die sich wirklich verlieben möchten, zu einem Blind Date im Restaurant. Wie werden die Paare zusammengestellt?
Unser größter Erfolg bei diesem Projekt ist, wenn Gäste alleine ins Restaurant kommen und gemeinsam gehen. Und um diesen Erfolg zu haben, muss schon lange vor dem Date von den Redakteuren wahnsinnig viel Arbeit geleistet werden. Sie erfragen zum Beispiel die Vorlieben der Gäste oder die absoluten No-Gos, um dann den hoffentlich richtigen Menschen für den anderen zu finden. Darum beginnt für das Team von „First Dates – Ein Tisch für zwei“ die große Arbeit nicht erst im Restaurant, sondern schon weit im Voraus.

Welche Aufgabe nehmen Sie als Host der Sendung genau ein?
Ich habe im Restaurant einen Barchef und zwei Kellnerinnen und gemeinsam sind wir dafür verantwortlich, den Menschen einen schönen Abend zu bereiten. Ich heiße die Gäste am Anfang als Gastgeber willkommen und spreche mit ihnen. Denn ich sehe mich weniger als Moderator, sondern einfach als interessierten Menschen, der einen anderen Menschen trifft.
Ich versuche den Gästen zu zeigen, dass sie sich wohlfühlen können. Außerdem gebe ich auch gerne kleine Anregungen, wenn ich merke, dass es jemand möchte. Wenn zum Beispiel jemand sagt, dass er total schüchtern ist, dann gebe ich gerne Tipps. Oder wenn jemand stark nach Zigaretten riecht, dann gebe ich den Hinweis, dass auch der Geruch eines Menschen beim ersten Eindruck ausschlaggebend sein kann. Aber wenn ich bei einem Paar merke, dass ich gar nicht gebraucht werde, ziehe ich mich auch mal zurück.

Hatten Sie selbst eigentlich schon mal ein Blind Date?
Nein, ich hatte noch nie ein Blind Date. Ehrlich gesagt habe ich mich nie schwer damit getan, Frauen kennenzulernen. Das war in meinem Leben, in dem ich schon sehr viel Glück hatte, sicherlich mein geringstes Problem. Wenn ich mich auf ein Blind Date eingelassen hätte, dann nur aus Neugier, nicht, weil ich mich einsam gefühlt hätte. Und auch in Zukunft werde ich nie ein Blind Date haben. Denn ich habe vor zehn Jahren für mich entschieden, dass ich nur noch mit einer Frau mein Leben verbringen möchte – und dabei bleibt es auch.