GZSZ entstand nach Vorbild des australischen TV-Erfolges „The Restless Years“ und wurde am 11. Mai 1992 erstmals ausgestrahlt. Damals waren die Quoten zunächst durchwachsen – doch der Sender glaubte an den Erfolg des Formats. Und behielt recht: Seit der TV-Premiere vor fast 30 Jahren sorgt die Serie immer wieder für Quoten-Rekorde. Allabendlich schalten mehrere Millionen Menschen ein. Regelmäßig findet sich GZSZ in den Top Ten der meist gesehenen Sendungen wieder. Längst ist die Abkürzung GZSZ auch Menschen vertraut, die nicht zu den regelmäßigen Zuschauern gehören. GZSZ ist ein TV-Klassiker wie die „Tagesschau“ oder die Mainzelmännchen. Immer montags bis freitags wird es um 19.40 Uhr bei RTL spannend, lustig, unterhaltsam – aber garantiert nie langweilig! Die Serie dreht sich um die Bewohner des (fiktiven) Kolle-Kiezes in Berlin-Mitte. Dort gibt es Geschäfte, Cafés, eine Schule, einen U-Bahnhof und Wohnungen – wie in einem echten Bezirk auch.

INTERVIEW MIT JÖRN SCHLÖNVOIGT

7.000 Folgen von GZSZ gibt es mittlerweile. Davon fast 4.000 Folgen mit Dir. Eine imposante Zahl, oder?
Eine wirklich unglaubliche Zahl. Unfassbar, wie lange es die Serie gibt und wie lange ich schon ein Teil davon bin. Ich bin unheimlich stolz auf das Team und natürlich auf unsere Zuschauer, dass Sie uns so lange die Treue halten.

Das hättest Du Dir damals als Statist nicht träumen lassen, oder?
Vom Plattenbau in die erfolgreichste Serie Deutschlands – völlig verrückt. Überhaupt als Statist in meiner Lieblingsserie mitwirken zu dürfen, war damals für mich schon ein absolutes Highlight. Dass ich selber mal behaupten kann, zu den dienstältesten Schauspielern der Serie zu gehören, war für mich damals nur ein Traum. Dass dieser erfüllt wurde, dafür bin ich sehr dankbar. GZSZ hat mein Leben geprägt und mich erwachsen werden lassen.

Du hast als Philip unheimlich viel erlebt bei GZSZ. Welche Szenen gingen Dir besonders unter die Haut?
Da gibt es so viele Geschichten, die unter die Haut gegangen sind. Aber der Tod von Verena war sicherlich eine der emotionalsten Geschichten. Die Story rund um Laura und Philip gehört definitiv auch zu meinen Highlights. Ich bin sehr gespannt, ob es für die beiden irgendwann noch ein Happy End geben wird und Philip vielleicht auch mal eine Familie gründet.

Gab es sonst Erlebnisse am Set, die Dich besonders berührt haben?
Ich finde es toll, dass sich „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ für soziale Projekte engagiert und wir auch Kindern, denen es nicht so gut geht, am Set einen wunderschönen Tag bereiten können und sie hinter die Kulissen ihrer Lieblingsserie schauen dürfen, das macht mich besonders stolz.

Wolfgang Bahro wird ja gerne um anwaltlichen Rat gefragt. Wirst Du auch schon mal um medizinische Beratung gebeten?
Es sind mittlerweile unzählige Nachrichten, die mich erreichen, ob ich nicht mal meinen medizinischen Rat abgeben könnte. Was mich natürlich ehrt, dass man mir die Rolle des Arztes so abnimmt, aber ich verweise dann immer auf einen echten Arzt, mit einer echten Praxis. Mit mir kann man nur gut Kaffee trinken.

Du hattest und hast immer wieder Liebesszenen. Das muss ja mittlerweile Routine sein, oder?
Das Wichtigste ist, dass keine Szene zur Routine wird. Das macht unsere Serie auch so besonders, dass wir alle mit absolutem Herzblut dabei sind. Die Zuschauer stellen sich das natürlich immer sehr romantisch vor, wenn man Liebesszenen spielt, allerdings wird schnell vergessen, dass zwei Kameras auf uns gerichtet sind und mindestens 20 Leute zuschauen. (lacht)

Was sagt denn Deine Ehefrau Hanna Weig dazu?
Hanna weiß, dass es zu meinem Beruf dazugehört und für sie ist das überhaupt kein Problem. Sie lobt auch die Authentizität, die wir in solchen Szenen erreichen.

Wie sieht Eure weitere Familienplanung aus?
Wir können uns auf alle Fälle vorstellen, dass Delia noch ein Geschwisterchen bekommt. Allerdings machen wir uns überhaupt keinen Druck und genießen die gemeinsame Zeit.

Für einige Kolleginnen ging es auf die Kanarischen Inseln. Du weißt ja, was so ein Auslandsdreh bedeutet, spätestens seit Mallorca.
In erster Linie konnten sie sich schon mal freuen, dass das Wetter auf den Kanaren definitiv besser war als auf Mallorca im März bei unserem Dreh. Bei 11° Wassertemperatur in den Pool zu springen, war schon hart. Es ist wie eine große Klassenfahrt. Diese Drehs im Ausland machen echt wahnsinnig viel Spaß.