Inka Bause im Enzkreis Rundschau Interview

Seit mittlerweile 14 Jahren sorgt „Bauer sucht Frau“ für Herzklopfen auf dem Land. In dem weltumspannenden Spin-off „Bauer sucht Frau International“ begleitete Inka Bause in fünf Folgen die eingeladenen Frauen auf ihrer Reise zu den einsamen Landwirten nach Kanada, Chile, Australien, Südafrika, Namibia und Costa Rica. Inka Bause: „Es war spannend zu erleben, wie die deutschsprachigen Bauern weltweit leben, teilweise seit Generationen .“

Wie unterscheiden sich die internationalen Bauern von den Singles, die bisher bei „Bauer sucht Frau“ zu sehen waren?
Einen großen Unterschied gibt es eigentlich nicht, aber der Erfolg der internationalen Bauern in der normalen Staffel im letzten Herbst, war einfach so unglaublich. Es gab sehr viele Bewerbungen internationaler Bauern, dass wir gesagt haben, wir machen jetzt eine extra Staffel. Im Endeffekt suchen auch diese Bauern die Liebe und das ist egal auf welchen Kontinenten dieser Welt sie leben. Viele von ihnen sind deutschstämmig, die eine deutschsprachige Frau suchen. Letztendlich geht es um die Liebe und darum, die Lebenspartnerin zu finden. Natürlich sind die Auswanderer-Bauern ganz andere Typen. Ihre Sorgen und Charaktere unterscheiden sich zum Beispiel von dem Landwirt aus Bayern, der in der vierten Generation einen Hof übernommen hat.

Worin unterscheidet sich das internationale Format von der nationalen Staffel?
Ich habe ehrlich gesagt mit mehr Unterschieden gerechnet, stoße aber immer wieder auf die gleichen Verhaltensweisen. Es geht natürlich immer um die Liebe, um das Verändern, um die Frage wie weit ich bereit bin, mich für einen anderen Menschen zu verändern, loszulassen und aus meiner Komfortzone herauszutreten. Ob der Mensch dann bereit ist von Bayern nach Namibia zu ziehen, das ist dann letztlich nebensächlich. Das Verlassen der Familie und der Heimat ist immer gleich schlimm und erfordert von der Frau eine maximale Herausforderung. Ich bewundere jede Frau, die das Abenteuer eingeht und für die Liebe alles riskiert.

Was waren denn deine Highlights?
Wo soll ich da bloß anfangen? In Namibia habe ich ein Lebensmittel kennengelernt, das ich so nicht kannte. Das sind ganz besondere Pilze, die auf Ameisenhügel wachsen, die schmecken super lecker! Dann gibt es in Costa Rica einen wunderbaren Bauern, der unglaublich schön musiziert und der mir dadurch sehr ans Herz gewachsen ist. In Australien gibt es einen älteren Farmer, für den ich hoffe, dass er eine ganz fabelhafte Frau findet, weil der auch schon über 60 ist. Er hätte es sehr verdient, sein großes Glück zu finden. Es ist wirklich so, dass ein Highlight das andere jagt und das auch noch in einer wunderschönen Umgebung.

Würdest du ähnliche Strapazen auf dich nehmen, um dein großes Glück zu finden?
Ich würde ja kaum Berlin für einen anderen Mann verlassen, geschweige denn an den Stadtrand ziehen. Ich ziehe den Hut vor den Frauen, die so mutig sind und sagen, ich kann mir vorstellen nach Australien auszuwandern. Das ist der Knaller, das ist unglaublich. Ich finde den anderen ja nicht nur nett und habe Flugzeuge im Bauch. Das ist schon eine andere Qualität in den Flieger zu steigen, so weit zu reisen und dann zu sagen, ich sehe meine Familie höchstens einmal im Jahr, denn die Flüge kosten auch eine Stange Geld. Seine Heimat und seine Kultur zu verlassen, um da irgendwo auf das Land zu ziehen und mit der Einsamkeit umzugehen, das bewundere ich sehr an den Frauen, die das zumindest probieren wollen.

Hast du denn Favoriten unter den Bauern?
Wenn ich jetzt sagen würde, alle Bauern finde ich gleich super, würde ich lügen. Ich glaube, dass die Leute auch wissen, dass ich da bei mir bleibe und authentisch bin. Ich muss aber schon ehrlich sagen, der Tom aus Costa Rica ist ein kleiner Musiker. Tom sitzt abends am Piano, spielt in den Sonnenuntergang und singt. Er hat sofort mein Herz erobert.

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