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Written by: Lifestyle

Guido Cantz im Enzkreis Rundschau Interview

RTLs legendäre Kult-Show „7 Tage, 7 Köpfe“ wird neu aufgelegt. Mit Guido Cantz konnte ein neuer Moderator gewonnen werden, der sich bereits seit Jahren als besonders „helles“ Köpfchen erwiesen hat. Der sympathische Kölner übernimmt den Staffelstab des langjährigen Moderators Jochen Busse. „7 Tage, 7 Köpfe“ läuft seit 3. Februar bei RTL.

Moderator Guido Cantz: „Nach zwölf Jahren ‚Verstehen Sie Spaß?‘ freue ich mich mit ‚7 Tage, 7 Köpfe‘ auf den nächsten Fernsehklassiker. Die Moderation einer wochenaktuellen Comedy-Show steht schon lange auf meiner Bucket List. Bei RTL habe ich damals meinen ersten großen TV-Vertrag unterschrieben. Es ist schön, wieder nach Hause zu kommen!“
Fast zehn Jahre lang begeisterte „7 Tage, 7 Köpfe“ ein Millionenpublikum bei RTL, 2005 verabschiedete sich die preisgekrönte Comedy-Show.

Bis jetzt! Seit dem 3. Februar stürzen sich Guido Cantz und seine Comedy-Köpfe wöchentlich auf das aktuelle Zeitgeschehen.


Eine Ära kehrt zurück: „7 Tage, 7 Köpfe“ und Sie sind dabei. Machen Sie uns ein bisschen neugierig – was erwartet das Publikum?
„Es ist jetzt 17 Jahre her, dass ‚7 Tage, 7 Köpfe‘ vom RTL-Schirm verschwunden ist. Jetzt kommen wir zurück. Vieles ist neu, doch der Name hat sich nicht verändert. Neu sind das Logo, das Design, das Studio. Es gibt neue Comedians, einen neuen Moderator und auch neue Gags. Aber das Prinzip wird das Gleiche sein: Da sitzen sieben lustige Leute, die die letzte Woche humorig aufbereiten und die Zuschauer sollen sich Zuhause zurücklehnen und einfach nur Spaß haben.“

Sie sind doch inzwischen auch schon ein „alter Show-Hase“. Ist für Sie die Rückkehr einer solchen Kult-Show immer noch etwas Besonderes? Schlägt das Herz da schneller?
„Auf jeden Fall! Als ich gefragt wurde, ob ich Lust hätte ‚7 Tage, 7 Köpfe‘ zu moderieren, habe ich nur gesagt: ‚Ja! Was muss ich machen? Wo muss ich hin?‘ Das ist eine Sendung, die mir sehr am Herzen liegt. Ich war selbst damals nie mit dabei – umso mehr ist es jetzt für mich eine große Herausforderung. Nachdem ich zwölf Jahre ‚Verstehen Sie Spaß?‘ moderiert habe, wollte ich gerne eine wochenaktuelle Comedy-Show moderieren und dass das jetzt dieses Format ist, ist ein großes Glück für mich und eine Riesenfreude.“

Mit „Verstehen Sie Spaß?“ hatten Sie damals auch schon eine Kult-Show übernommen. Sind Sie für die Neuauflage von „7 Tage, 7 Köpfe“ der Richtige?
„Im Moment scheint es so, dass ich nach der einen Kultsendung die nächste übernehmen darf. Ich werde mir mit Sicherheit noch den ein oder anderen Tipp von Jochen Busse holen – wie ich das auch bei Kurt Felix gemacht habe. Ich hoffe, dass ich die Erwartungen genauso gut erfüllen kann wie bei dem anderen Klassiker – das wäre natürlich das Ziel. Außerdem glaube ich, dass gerade in der heutigen Zeit, in der viele Menschen unzufrieden sind, Sendungen gefragt sind, bei denen man einfach mal herzhaft lachen und vielleicht für eine Stunde den Kopf ausschalten kann.“

Viele ehemalige Fernsehshows feiern aktuell ihr Comeback. Was halten Sie von dem Trend?
„Die Retrowelle läuft wieder und viele Sendungen kommen zurück. Ja, was spricht dagegen? Wenn die Idee gut ist, dann halten sich Formate sehr lange oder werden auch wieder erfolgreich sein, wenn sie zurückkommen. Ich glaube, die Idee von ‚7 Tage, 7 Köpfe‘ ist einfach, da kann man jedem in zwei Sätzen erklären, was da passiert. Man konzentriert sich auf gute Gags, denn da sitzen eben sieben Leute nur an einem Tisch und haben zusammen Spaß. Wenn dann die Mischung aus Spontanität und Gags, die man sich vorher überlegt hat, passt und stimmt, kann die Show auch im Jahre 2022 wieder genauso erfolgreich sein wie am Anfang damals.“

„7 Tage, 7 Köpfe“ ist ein witziger Wochenrückblick. Ist das Konzept identisch?
„Wir sind in der Neuzeit angekommen, das ist ja klar. Früher wurden noch Zeitungen hochgehalten, wie Rudi Carrell das gerne gemacht hat. Heute gibt es Twitter und das Internet – das gab’s damals alles nicht. Natürlich werden wir diese Sachen miteinbeziehen und es könnte auch sein, dass wir vielleicht auch mal einen Einspieler zeigen, die es früher bei ‚7 Tage, 7 Köpfe‘, nicht gab. Das ist alles möglich, aber im Endeffekt ist es so wie ‚7 Tage, 7 Köpfe‘ damals war: Dass sieben gute Komikerinnen und Komiker zusammensitzen und Spaß haben. Genau das, was wir jetzt auch wieder machen wollen.“

Was reizt Sie an der Moderation vom neuen „7 Tage, 7 Köpfe“?
„Ich moderiere schon immer gerne. Wenn man mich fragen würde, was eigentlich mein Berufstitel sei, dann würde ich fast zu dem französischen Begriff ‚Conférencier‘ tendieren, weil das jemand ist, der unterhaltsam durch einen Abend führt. Ich glaube, das ist eine Sache, die ich ganz gut kann. Ich hoffe schon, dass ich mehr die Möglichkeit habe, Gags unterzubringen als das vielleicht Jochen Busse damals gemacht hat. Jochen, so habe ich das in Erinnerung, war eher derjenige, der den Laden zusammengehalten hat und Themen angestoßen hat. Ich möchte mich aber auch zu den ganzen Themen äußern und auch meine Sprüche loswerden. Ich werde trotzdem versuchen, als Dompteur, muss man fast sagen, die anderen sechs bei dem lustigen Klassentreffen zu leiten. Das Ordnende muss sein, aber ruhig selber dem Affen ein bisschen Zucker geben, das ist schon mein Ziel.“

Also am Ende, werden Sie es nicht lassen können und ordentlich mit den anderen mitmischen?
„Ich glaube, dass das vom Publikum sowie von meinen Kolleginnen und Kollegen erwartet wird. Ich mische mit, ja. Aber wenn ich dann sage: ‚Schluss, nächstes Thema‘, dann müssen die anderen die Hacken zusammenschlagen und sagen: ‚Ok, hat der blonde Onkel gesagt. Jetzt machen wir weiter.'“

Jeder hat seinen eigenen Stil. Werden Sie sich Stilvorlagen von Jochen Busse abgucken? Wie groß sind die Schuhe, in die Sie schlüpfen?
„Jochen Busse ist ein Mann, der sehr viel im Humorbereich geleistet hat – damals zum Beispiel mit der ‚Münchner Lach- und Schießgesellschaft‘. Das sind Leute, die ich als Kind und junger Mann schon im Fernsehen gesehen habe. Davor habe ich immer großen Respekt. Ich würde mich jetzt nicht auf eine Ebene mit ihnen stellen, um Gottes Willen. Man kann immer fragen: ‚Wie hast du das damals gemacht?‘, und kann sich auch immer etwas abschauen. Nichtsdestotrotz bin ich mittlerweile 50 Jahre alt, habe seit 30 Jahren auch Erfahrung vor der Kamera und auf der Bühne gemacht und glaube auch zu wissen, wie ich meine Rolle anlehne.“

Last modified: 4. Februar 2022