Bert Tischendorf  im Enzkreis Rundschau Interview

Beck is back! Seit Februar 2019 geht die beliebte Anwaltsserie mit Bert Tischendorf („Doc meets Dorf“, „Letzte Spur Berlin“) als Pflichtverteidiger Hannes Beck und Andreja Schneider („Tatort“, „Der letzte Bulle“) als Anwaltsgehilfin Jasmina Bošić mit zehn 45-minütigen Folgen in die zweite Staffel bei RTL. Neu im Hauptcast ist Tanja Hirner in der Rolle des Kindermädchens Sarah Schilken. Neben Bert Tischendorf, Andreja Schneider und Tanja Hirner gibt es auch ein Wiedersehen mit Julia Dietze, Annika Ernst, René Steinke, Simon Licht und Serkan Cetinkaya.

Kurz und knapp: was erwartet den Zuschauer in der 2. Staffel – was ist neu?
Bert Tischendorf: „Hannes ist immer noch Anwalt, hat immer noch seine wunderbare Assistentin und arbeitet immer noch im Hinterzimmer eines Hähnchengrills. Das Grundkonzept ist also dasselbe wie in der ersten Staffel. Was auch bleibt, ist das großartige Team. Wir hatten das Glück, alle unsere wunderbaren Kollegen wieder ans Set zu bekommen. Neu sind die Geschichten, die Fälle, das Kindermädchen und natürlich die Brathähnchen.“

War am Set Erfolgsdruck zu spüren, oder gab einem der Erfolg der ersten Staffel eher Selbstbewusstsein?
Bert Tischendorf: „Es ist weniger Erfolgsdruck, als mehr die Lust etwas, dass du lieb gewonnen hast, noch schöner zu machen. Eine zweite Staffel gibt dir die Möglichkeit, Veränderung vorzunehmen. Du kannst überlegen, was funktioniert und was nicht. Und das haben wir perfektioniert!“

Was war für dich persönlich die größte Herausforderung bei den Dreharbeiten?
Bert Tischendorf: „Meine größte Herausforderung war der erste Drehtag, wenn du all deine Kollegen wieder siehst. Alle umarmen sich, alle sind dankbar und feiern, dass es weitergeht, und plötzlich heißt es einfach ‚Bitte!‘, und dann bin ich wieder Hannes Beck. Als wäre es das Normalste der Welt. Dabei ist es genau das Gegenteil. So eine Serie auf die Beine zu stellen, von der ersten Idee bis zum ersten Sendetermin, ist eines der kompliziertesten Unterfangen überhaupt und erfordert von jedem unglaubliche Disziplin und Hingabe.
Auch das Wetter war herausfordernd. Erst die unglaubliche Hitze, dann die einsetzende Kälte. Leider konnten wir alle Liebes- und Badeszenen erst im Oktober drehen, als die Sonne schon wieder Richtung Süden war.“

Was würde ein Hannes Beck nie tun, dafür aber ein Bert Tischendorf?
Bert Tischendorf: „Hannes Beck würde nie im offenen Meer schwimmen gehen, denn er kann einfach nicht schwimmen! Ich hingegen bin eine Wasserratte. Wenn ich es mir aussuchen könnte, würde ich im nächsten Leben als Rochen zur Welt kommen.“

Was liebst du an deiner Rolle Hannes Beck?
Bert Tischendorf: „Ganz ehrlich. Vor allem, dass sie ‚meine‘ ist. Als Schauspieler will ich spielen. So eine umfangreiche Rolle gibt mir so viele schöne Möglichkeiten dazu, dass es sich wie ein Geschenk anfühlt. Ein Geschenk, das ich täglich neu auspacken darf.“

Wie war die Zusammenarbeit mit deiner neuen Kollegin Tanja Hirner?
Bert Tischendorf: „Die Zusammenarbeit mit Tanja ist echt ein Glücksfall. Sie ist charmant, talentiert und unglaublich lustig.“

Wir drehen die Zeit ein paar Jahre zurück – du hast kurzzeitig Medizin studiert, wäre auch ein Jura-Studium oder eine Karriere als Anwalt für dich in Betracht gekommen?
Bert Tischendorf: „Jura wäre nichts für mich gewesen. Viel zu trocken. Dafür bin ich einfach nicht Bücherwurm genug.“

Welche Projekte hast du als nächstes in der Pipeline?
Bert Tischendorf: „Nach ‚Beck is Back!‘ folgt im März noch eine Folge der ‚Soko München‘, in der ich mitarbeiten durfte. Und im März drehe ich in einem neuen Fernsehfilm mit.“

Weißt du schon, wo du die erste Folge sehen wirst?
Bert Tischendorf: „Ich denke zu Hause, gemütlich auf der Couch.“